„Content Marketing“ für die Zahnarztpraxis: Über Inhalte und Themen kommunizieren!

Für Zahnarztpraxen ist es – je nach Standort und Umfeld – unerlässlich, die Chancen und Möglichkeiten moderner Kommunikation zu nutzen. Sie sind Teil eines Marktes, in dem Patienten nach unterschiedlichen Kriterien Entscheidungen zu Ärzten, Praxen und Behandlungen treffen. Die Patientenansprache innerhalb und vor allem außerhalb der Praxis spielt daher eine immer größere Rolle. Immer mehr Praxen nutzen Onlinekanäle, um Leistungen und Behandlungskonzepte zu kommunizieren.

Auch das Thema „Content Marketing“ wird in der Dentalbranche  heiß diskutiert. So referierten auf der letzten Fachtagung der DZW in Herne kluge Köpfe aus der Online-Branche. Es ging um die Klärung der Frage: „Content-Marketing – Hype oder Zukunft des Marketings?“

Dieser Blogartikel soll und kann die Frage nicht beantworten. Ich möchte aber Ansätze aufzeigen, wie Zahnärzte die Kommunikation über Inhalte und Themen („Content“) nutzen können.

Begriffsklärung: Was ist „Content Marketing“?

Hier bedienen wir uns schlicht und einfach der Definition auf Wikipedia:

„Content Marketing ist eine Marketing-Technik, die mit informierenden, beratenden und unterhaltenden Inhalten die Zielgruppe ansprechen soll, um sie vom eigenen Unternehmen und seinem Leistungsangebot oder einer eigenen Marke zu überzeugen und sie als Kunden zu gewinnen oder zu halten.“

So weit die kurze Zusammenfassung, hier die nähere Erläuterung: Wer „Content Marketing“ ernsthaft einsetzt, der stellt in seiner Kommunikation nicht sein Unternehmen, seine Produkte, oder seine Dienstleistungen in den Vordergrund. „Content Marketing“ unterscheidet sich zur werblich ausgerichteten Kommunikation und bietet (zum Beispiel)

  • nützliche Informationen,
  • weiterführendes Wissen,
  • praktische Anleitungen,
  • sinnvolle Verhaltenstipps,
  • oder einfach nur Unterhaltung!

Die Absender dieser Inhalte positionieren sich zu ihren ganz individuellen Themen (beispielsweise) als

  • Spezialisten mit profundem Wissen,
  • Experten für spezielle Fragestellungen,
  • Berater in besonderen Situationen!

Die Themen und Inhalte orientieren sich dabei an journalistischen, redaktionellen Kriterien. Anders als in der klassischen Werbung, werden Aussagen nicht einfach nur plakativ dargestellt, sondern durch glaubwürdige Inhalte belegt.

Nennen wir es „Themen-Setting“!

Ich ersetze „Content-Marketing“ in diesem Artikel einfach mal durch „Themen-Setting“. Denn Begriffe wie Werbung und Marketing führen bei manchen Zahnmedizinern immer noch zu einer gewissen Abwehrhaltung und Zurückhaltung. So herrscht zum einen Unsicherheit, wenn es um die Deutung des zahnärztlichen Berufsrechtes und des Heilmittelwerbegesetzes geht. Zum anderen möchten Zahnmediziner in ihrem regionalen Umfeld nicht die Rolle des Vorreiters in Sachen Werbung übernehmen. Diese Gründe mögen nicht immer nachvollziehbar sein, aber in jeden Fall sollten sie respektiert werden.

Informationen Zum Thema „Medizin- und Medienrecht“ im Zahnblog-Zwischenraum!

Wenn wir Themen setzen, bieten wir interessanten Lesestoff („Story-Telling“ – auch so ein Neuland-Begriff). Das heißt:

  • Wir bringen uns mit gut erzählten Geschichten ins Gespräch!
  • Wir setzen Themen und werden so zum Thema!
  • Wir bieten glaubwürdige, informative und spannende Inhalte!
  • Wir sprechen Patienten und Medien gezielt an!
  • Wir positionieren die Praxis und das Team als kompetente Experten!

 „Basis-Strategie“ für ein professionelles „Themen-Setting“!

Nicht die Praxen mit den größten (Marketing-)Budgets sind zwangsläufig die erfolgreichen, sondern die mit der richtigen Strategie! Im Idealfall ist beides vorhanden und Budgets werden wirkungsvoll eingesetzt. Wichtige Schritte für ein strategisches Themen-Setting fasst dieses Kapitel zusammen.

  1. Strukturen im Praxisbetrieb aufbauen – Eine professionelle Kommunikation benötigt personelle und finanzielle Ressourcen, sowie die organisatorische Einbindung in den Praxisablauf!
  2. Praxisziele und Kompetenzen definieren – Kommunikationsziele und Inhalte basieren auf den Zielen der Praxis und spiegeln die Kernkompetenzen der Praxis wider!
  3. Zielgruppen und Persona festlegen – Die erfolgreiche Ansprache mit Inhalten richtet sich an exakt definierte Zielgruppen und Personenprofile!
  4. Inhalte mit Mehrwert identifizieren – Auf die Kompetenzen der Praxis und die gewünschten Zielgruppen abgestimmt, werden Inhalte redaktionell entwickelt!
  5. Content aus relevanten Themen generieren – Themen müssen sauber recherchiert und für definierte Zielgruppenprofile nach journalistischen Kriterien umgesetzt werden!
  6. Content über geeignete Kanäle anbieten und verteilen – Unterschiedliche Zielgruppen werden über verschiedene Kanäle angesprochen:  Blogs und Social-Media-Profile verteilen Themen!
  7. Ergebnisse messen und dokumentieren – Monitoring ist wichtig, denn wer im Netz kommuniziert, muss wissen: Werden seine Themen gelesen und wie werden sie bewertet?

ThemenSetting

Zu Schritt Nummer Sieben findet ihr einen Artikel hier im ZwischenRaum. Und auch die anderen Punkte sind für uns ja kein Neuland! Die Kommunikation über relevante Themen ist die Basis einer guten PR. Allerdings bieten Internet und die Werkzeuge der Online-Kommunikation vielfältige Möglichkeiten über praxiseigene Kanäle Themen zu setzen.

„Es lebe der König!“

„Content ist King!“ und das nicht erst seit heute: BILL GATES formulierte den Leitsatz vieler aktueller Kommunikationsstrategien im Netz bereits 1996!

Und auch die folgende Definition lieferte er vor 18 Jahren mit dazu: „Beim Content-Marketing geht es um die Erstellung, Veröffentlichung und Verbreitung von einzigartigem und relevantem Content (Text, Bild, Video, Audio), der einer ausgewählten Zielgruppe aktuelle Fragen beantwortet und hilft, bestimmte Probleme zu lösen. Über diesen Content werden potentielle Kunden auf das Unternehmen aufmerksam und lernen es als Experten kennen.“ (Danke an Basti für das Fundstück)

„Content-Marketing“ ist also nicht neu, aber vielleicht anders – oder wie es Mirko Lange auf der DZW-Fachtagung ausdrückte: „Content-Marketing ist der Gentleman unter den Werbern“! 

Der Vergleich gefällt mir!

Dentalmediale Kommunikation im Management von parsmedia, PR- und Social-Media-Management, Praxiscoach, Dipl.-Sportwissenschaftler, Journalist

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Veröffentlicht in Dental-Coach, Fach-Info, Kommunikation
1 Kommentar auf “„Content Marketing“ für die Zahnarztpraxis: Über Inhalte und Themen kommunizieren!
  1. Toller Artikel, auch schön visualisiert! Danke für die Erwähnung, besonders treffend finde ich den Schlusssatz, kannte ich noch nicht…

7 Pings/Trackbacks für "„Content Marketing“ für die Zahnarztpraxis: Über Inhalte und Themen kommunizieren!"
  1. […] die Mundgesundheit mit auf den Weg geben möchtet: Wertige, nützliche Informationen (kann man auch relevanter Content zu […]

  2. […] Aus den Artikeln möge jeder Arzt oder Zahnarzt seine eigenen Schlüsse ziehen, aber eins sollte klar sein: Erfolg im Netz basiert vor allem auf guten Inhalten und Themen, die über eigene Kanäle und Medien kommuniziert werden! Wie eine solche Strategie aussehen kann, lest ihr hier: „Content Marketing“ für die Zahnarztpraxis: Über Inhalte und Themen kommunizieren!“ […]

  3. […] „Content Marketing“ für die Zahnarztpraxis: Über Inhalte und Themen kommunizieren! […]

  4. […] Die Teilnehmer des „Philips Oral Healthcare Symposium“ haben aktuelle und spannende Themen diskutiert – ihr könnt ja mal schauen, was dort so alles drinsteckt: Für eure regelmäßige Patientenansprache mit „relevantem Content„! […]

  5. […] Die Teilnehmer des „Philips Oral Healthcare Symposium“ haben aktuelle und spannende Themen diskutiert – ihr könnt ja mal schauen, was dort so alles drinsteckt: Für eure regelmäßige Patientenansprache mit „relevantem Content„! […]

  6. […] Ja, das funktioniert – und zwar ziemlich gut! Natürlich ist der gesamte Prozess ein wenig komplexer, wie ihr dem folgenden Artikel entnehmen könnt: „Content Marketing für die Zahnarztpraxis: Über Inhalte und Themen kommunizieren!“ […]

  7. […] Sicher ist das eine Aussage, die jeder gerne trifft, für den das weltweit größte Netzwerk Teil seiner täglichen Arbeit und seines Privatlebens ist. Ich möchte an einem aktuellen Beispiel einmal die Relevanz aufzeigen, die Facebook als Zulieferer für Internetseiten oder Blogs entwickeln kann! Und dabei geht es nicht um die hervorragende Möglichkeit einer exakt auf das Interesse der Zielgruppe abgestimmte Anzeigenkampagne, sondern einfach um „relevante Inhalte“. […]

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